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Lautlose Rache

Gestern Nacht beendet: Leah Giarratano – Lautlose Rache. Wiedermal ein Buch über Kinderschände, das eine Bekannte mir per Post im Gegenzug zu „Die Bestie“ hat zukommen lassen. Es geht um eine selbst in der Kindheit missbrauchte Polizistin, die bezüglich einer Reihe von Morden an verschiedenen, in Zusammenhang stehenden, Pädophilen ermittelt und dabei auf einen Kreis weiterer Täter stößt. Nicht nur einmal kommt sie während der Story dadurch in bedrohliche Situationen. Mir persönlich hat das Buch gut gefallen – es ist flüssig lesbar und holt wiedermal Abgründe der Menschheit hervor. Dass soetwas sich so oder so ähnlich tatsächlich auch in der Realität abspielt, lässt einen schaudern. Empfehlenswert!

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Fatamorgana

Mein Freund lud mich gestern zum Speisen in ein von mir ausgewähltes ägyptisches Restaurant ein. Das „Fatamorgana“ war gegen 20:30 Uhr wenig besucht und war trotzdem gemütlich. Der Kellner legte uns einen Cocktail des Hauses und Dorade an’s Herz – wobei wir nur ersteres wirklich wählten. Als Vorspeise gab es verschiedene Häppchen, da wir uns für das Menü zu je 19,90€ entschlossen hatten. Feta, Couscous und verschiedenes Gemüse in verschiedenen Variationen. Der Cocktail war ein Mix aus Säften (Hibiskus, Guave, Orange, Mango..) und Wodka und war verdammt lecker. Als Hauptspeise habe ich mir das Tagan Hähnchen ausgesucht, während mein Freund Vorlieb mit der Fatamorgana-Platte nahm (u.a. Lamm und Fisch). Als Nachspeise gab es irgendeine sahnige Creme mit irgendeiner Schokokuchen-Kugel. Außer dem Nachtisch war alles superscharf, wie man es auch vom Inder ein wenig kennt, aber das Meiste war wirklich sehr lecker und wir sind gegen viertel vor elf nur noch aus dem Laden gerollt. Ich denke, das war nicht unser letzter Besuch dort.

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Winterberg

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Manchmal ist man ja wirklich froh, die letzte Einöde zu sehen: Winterberg. Wir sind spontan am Wochenende mal dort gewesen und haben uns die Zeit mit Im-Bett-Liegen, Essen und Spaziergängen vertrieben. Hätte ich mehr finanzielle Möglichkeiten, würde ich, glaube ich, ständig irgendwohin fahren. Winterberg selbst hat uns nicht viel geboten – es war recht wenig dort los. Zum relaxen allerdings genau das Richtige. Und wenn man ansonsten Öffnungszeiten bis 22 Uhr gewöhnt ist, ist ein Ort, in dem die Innenstadt samstags um 16 Uhr dicht macht, auch mal was Feines. Außerdem habe ich DEN Gartenstuhl entdeckt. *hüstl*

Und jetzt heißt es: Endspurt, Leute! Ein Tag noch, dann gibt’s langes Wochenende – und für manch Glückliche, wie mich, auch noch ‘ne Woche Urlaub!

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Zuletzt gelesen: „Tödliche Spielregeln“ von Dennis Hamley.

Wenn man die ersten dutzend Seiten überstanden hat, wird dieser Roman lesbar. Anfangs muss man sich leider etwas vorschleppen. Insgesamt eher ein Zeitvertreib, da die Story zunächst ganz gut klingt, letztendlich aber doch irgendwie fantasielos wird. Es geht um drei Menschen aus unterschiedlichen Schichten, mit völlig unterschiedlichen Familienverhältnissen, deren Leben plötzlich aufeinander treffen – früh und spät noch einmal – obwohl das im Normalfall so wahrscheinlich nie passieren würde. Und manche Zufälle im Leben sind nicht nur positiv..

Also: zum Zeitvertreib in Bus und Bahn akzeptabel.

Habe ich eigentlich…

… schon erwähnt, dass ich eine Zahnzusatzversicherung beantragt habe?

Ich werd’ erwachsen! Ich werd’ groß!

„Und das mir!“

Inzwischen fertig: „Und das mir! Tagebuch einer unerwarteten Schwangerschaft“ von Rebecca Eckler, einer, wie ich finde, sehr hübschen Frau. Das Buch handelt sich um ihre anfangs sehr unwillkommene, unerwartete Schwangerschaft, entstanden auf ihrer Verlobungsparty – oder eher danach. Im Tagebuch-Stil geschrieben lässt sich das Buch äußerst locker lesen – während der Bahnfahrt ins Hamsterrad oder als abendliche Bettlektüre – oder so zwischendurch. Ich persönlich habe es gleich doppelt gekauft, denn eigentlich sollte es ein Geburtstagsgeschenk für meine Mitazubine sein. Ich wollte es dann aber ebenfalls lesen – und so habe ich das pinke Dingen doppelt verpacken lassen. Wer jemals eine Schwangerschaft beobachten durfte oder vielleicht selbst schonmal schwanger war, den wird dieses Buch ziemlich amüsieren. Die Autorin beschreibt die vermutlich gängigsten Probleme jeder werdenden Mutter und ist charakterlich chaotisch-erfrischend. Zumindest im Buch. Allerdings werden hier auch Dinge festgehalten, von denen man lieber nicht gewusst hätte. Jedenfalls verwirft man so eine Zeit lang den Gedanken, sich das jemals selbst anzutun!

Unterhaltsam, ohne tieferen Sinn.

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Bourne

Gestern Abend haben mein Göttergatte und ich die beiden letzten Teile der „Bourne“-Reihe gesehen, um, wie bereits bei der „Ocean’s-Reihe“, schlichtweg zu Vervollständigen. Die Geschichte kennt wahrscheinlich inzwischen jeder: ein junger Kerl wird mit Kugeln im Rücken und einem Implantat von Fischern aus dem Wasser gezogen und kann sich an nichts erinnern. Er folgt seinen Instinkten und versucht, seine wahre Identität herauszukriegen, und muss sich dem ein oder anderen Irren stellen, der ihn umbringen will. Im Laufe der drei Filme erfährt man immer mehr (macht ja auch Sinn) und wer auf Verfolgungsjagden und Superprügeleien steht, der wird diese Reihe recht unterhaltsam finden. Im letzten Teil fand ich stellenweise die Verfolgungsszenen allerdings schon fast zu langgezogen, denn zwischendurch fielen mir doch ab und an die Augen zu. Trotzdem gut geeignet für einen lauen DVD-Abend.

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Die Sonne schien endlich mal durch die Wolken, als ich mich heute auf den Weg zum Zahnarzt machte. Mein Magen krampfte, obwohl ich extra zuvor noch eine Scheibe Brot gefuttert hatte, dick beschmiert mit Konfitüre. Ich hasse Zahnarztbesuche (immernoch). Als die kurze Busfahrt zu Ende war und ich die einzige Kreuzung (verdammt) überquerte, die ich überqueren muss um zur Praxis zu kommen, kamen mir drei bildhübsche Frauen mit Kinderwagen entgegen. Ich fragte mich, wie das funktioniert: drei etwa gleichaltrige, top-gestylte Frauen mit Babys, die höchstens ein paar Tage zeitversetzt voneinander geboren wurden. Ich musste sofort an irgendwelche Berühmtheiten denken. Berühmtheit ist übertrieben – aber eine der Damen war Brit. Eins a nobel die Frau, kann ich da nur sagen.

Im selben Moment meiner Erkenntnis zog ich auch schon die Praxistür auf. Ich wartete gut 30 Minuten, bis ich in den Behandlungsraum wechseln durfte und dort starrte ich nochmal gut 30 Minuten das Bild eines Porsche an. Ob mein Zahnarzt einen fährt? Könnte ja irgendwie passen. Seltsamerweise drehte dann mein Magen erst so richtig durch. Schweissausbrüche, Zittern und eine Scheissübelkeit.

Irgendwann stiefelte mein Doc mir entgegen und hielt mir seine warme Hand hin. Eine schöne Hand. Ich steh’ ja total auf große, starke Männerhände. Handwerker haben meistens tolle Hände. Was will ich auch mit kleinen Händen? Die kommen mit meinem Arsch doch nicht zurecht. Sieht ja auch irgendwie blöd aus. Ich versuche ja auch nicht, einen Basketball mit einer Hand festhalten zu können. Das wird nix werden.

Jedenfalls setzte er zunächst Mal die Betäubungsspritze. Und ich habe nichts gespürt. Wieso hat mein Zahnarzt große, schöne Männerhände und kann die dann auch noch so einwandfrei nutzen? Richtig! Um mich abzulenken. Ganz einfach.

Funktioniert hat es jedenfalls. Mein Schädel wurde zwar ordentlich vom Bohrer durchgerüttelt, aber keine Schmerzen, nichts Unangenehmes, und noch dazu eine weiche, warme Männerhand (ok, mit iehbahpfui Handschuh drüber) auf den Lippen.

So ging ich heute das erste Mal grinsend – schief grinsend, aber grinsend, aus einer Zahnarztpraxis, obwohl ich behandelt worden war. Und jetzt warte ich darauf, dass ich mich von der Karikatur wieder zurück zum Menschen verwandle, um meinen Freund zu küssen und ihm zu sagen, dass er die perfekten Hände für mich hat.

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Dieses Buch habe ich in den letzten Wochen immer bei Gelegenheit gelesen. Es handelt von einem psychopathischen Kindermörder, der nach einem Doppelmord an zwei neunjährigen Mädchen verurteilt wird und dem bald eine Flucht gelingt. Sein Täterprofil lässt darauf schließen, dass er immer und immer wieder – und ohne jede Hemmung in Bezug auf absolut kranke Gewalt – vergewaltigen und morden wird, bis er entweder gefasst wird oder sich selbst umbringt. Während der Suche nach ihm gelingt ihm ein erneuter Mord und der Vater des Opfers entschließt sich zur Selbstjustiz – nicht aus Rache, sondern um eventuelle weitere Morde zu verhindern. Der Prozess gegen den Vater bzw. seine Tat als solches lässt die Gesellschaft kochen und zieht fatale Folgen nach sich. Nicht nur das Ende dieses Romans ist spannend. Es gab keinen Moment beim Lesen, in dem meine Gedanken abschweiften. Im Nachhinein regt es auch zum Nachdenken an. Stellenweise ist die Wortwahl und generell der Ausdruck ziemlich grausam und heftig – aber vermutlich beschreibt man nur so am besten, was eine solche Situation bedeutet und nach sich ziehen kann. Kann es also nur weiterempfehlen, wobei es Eltern bestimmt schwerer fallen wird, dieses Buch zu lesen, und man kann nicht abstreiten, dass es einem manches Mal die Kehle zuschnürt.

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Schokoladenmuseum

baum.jpg Ich muss ja leider gestehen, dass ich grundsätzlich nicht so viel mit Museen oder Sehenswürdigkeiten am Hut habe – aber genau deshalb kam mir das Schokoladenmuseum in Köln gerade recht, um wenigstens behaupten zu können, ich sei mal in einem Museum gewesen. Okay, das letzte, was ich mir zuvor angesehen hatte, war die Hölle des Westens, also die Steinwache in Dortmund. Die fand ich wiederum sehr interessant und man macht sich seine Gedanken, wenn man als 21-Jährige aus so einer Gedenkstätte watschelt, unwissend, wie die Zeit damals tatsächlich sein musste und nur mit grauenhaften Vorstellungen im Kopf.

Jedenfalls war ich irgendwann mit 5 oder 6 Jahren schonmal im Schokoladenmuseum – und hatte irgendwie wesentlich mehr Maschinen in Erinnerung, die dort liefen und Schokolade herstellten und verzierten. Stattdessen gab es sehr viel zur Geschichte des Kakaos zu sehen und zu lesen. Vermutlich bin ich als Döps einfach nur durch das Gebäude gerannt und habe es deshalb anders in Erinnerung. Jedenfalls war es ein netter Ausflug und sollte ich mal Kinder haben (oho), werde ich sie sicherlich dort reinschleppen. Immerhin gab es einige tolle Angebote, wie z.B. die „Kakaoschule“, wo spielerisch mehr über Kakao (Ernte usw.) und Co an den Mann – bzw das Kind – gebracht wurde.

Ein wenig enttäuscht war ich von dem Shop, der sich dem Museum anschließt. Ich hatte einen mörder-Hunger und mit Spannung drauf gewartet, dort was leckeres zu finden, aber das meiste bekommt man auch in normalen Supermärkten und so stappste ich mit knurrendem Magen wieder da raus.

*schniiiieeef*

Highlight war natürlich – wie auch schon als Kind – der Schokobaum/-brunnen. Leeecker warme flüssige njamm njamm Schoki an njamm njamm Waffel.

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